Keine Zeit für Elternvertretung?
(28.09.2010) Es ist schon seltsam, wenn während einer halbwegs angeregten Elternversammlung plötzlich das große Schweigen ausbricht. Der Tagesordnungspunkt heißt: Wahl der Elternvertretung. Dann, einige Minuten und ein paar flachsige Einwürfe später (man könne ja die Kinder wählen lassen, die würden bei solchen Fragen immer die Hand heben), kommen Erklärungen: Arbeitszeiten, berufliche Belastung, andere Funktionen. Und: man wolle sich nicht den Hintern auf Versammlungen breit sitzen. Wenn etwas konkret zu tun sei, gern. Allerdings muss es ja jemanden geben, der sich das Konkrete überlegt, beschließt, organisiert. Jemanden, der Versammlungen so voranbringt, dass niemand genervt auf die Uhr guckt. Und – wir sind eine Freie Schule unter anderem auch deshalb, weil sich Eltern bei uns auf besondere Weise einbringen können. Wir entfernen uns von unserem Profil, wenn dazu keiner mehr bereit ist.